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Internationale Zusammenarbeit

Die Entwicklung der internationalen akademischen Beziehungen begann die Kasaner Staatsuniversität in den ersten Jahren ihres Bestehens. Die ersten führenden Lehrkräfte der jungen Universität waren deutsche Professoren: Johann Barthels, Franz Erdmann, Christian Frähn. Der berühmte deutsche Professor Karl Fuchs, der Gründer der Kasaner Medizinschule und der erste europäische Forscher der tatarischen Geschichte und Kultur, wurde in den 20er Jahren des 18. Jahrhunderts Rektor der Universität, ihm wurde auch der Ehrentitel "Edelbürger der Stadt Kasan" verliehen. Nach Karl Fuchs wurde noch ein ausländischer Professor Rektor der Universität: der Österreicher Iwan Braun. 1844 entdeckte der deutsche Professor der Kasaner Universität Karl Klaus Ruthen, welches das einzige in Russland entdeckte Element ist.

Die internationale Bedeutung der Kasaner Universität wuchs sowohl im vorrevolutionären Russland, als auch in den Jahren der Sowjetunion. Das erste Diplom eines Ehrendoktors der Kasaner Universität wurde dem aus dem Kasaner Gouvernement stammenden russischen Dichter Gawriil Derzhawin verliehen. In den Jahren 1814 bis 1917 haben diesen Ehrentitel als Zeichen der Anerkennung ihrer Verdienste für die Weltwissenschaft viele bekannte russische und ausländische Wissenschaftler bekommen, unter anderen Lew Tolstoj, Marie Curie und Alexander Humboldt.

In der spätsowjetischen Zeit haben an der KSU viele Studierende aus sozialistischen Ländern studiert, und viele Lehrkräfte und Professoren der KSU haben in Entwicklungsländern unterrichtet und zur Entwicklung der nationalen Wissenschaft, Wirtschaft und des Bildungssystems dieser Länder beigetragen. Heute ist die Kasaner Universität anerkannter Leader auf dem Gebiet der internationalen Beziehungen. Sehr aktiv entwickeln sich die Beziehungen mit solchen anerkannten Programmen und Stiftungen, wie DAAD, Alexander-von-Humboldt-Stiftung, Volkswagen-Stiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung (Deutschland), TACIS und INTAS (Europäische Union), US State Department, USIA, Fulbright, Open Society Institute, CDRF, Ford, Carnegie, Kennan u.a. Die KSU bekommt finanzielle Unterstützung aus Großbritannien, Spanien, Belgien, Schweden, Japan, Indien, Taiwan und anderen Ländern. Jedes Jahr wird in etwa 40 internationalen Projekten zusammengearbeitet, im Rahmen dieser Projekte kommen ca. 400 Auslandsreisen zustande, und jedes Jahr finden in der KSU etwa zehn internationale Konferenzen auf höchstem Niveau statt.

Besondere Aufmerksamkeit wird der Arbeit in Tempus-Tacis-Programmen geschenkt. Die KSU hat etwa zehn große Projekte realisiert, in deren Rahmen Hunderte von Professoren, Doktoranden und Studierenden sowie eine große Zahl ausländischer Partner an wissenschaftlichen Austauschprogrammen teilgenommen haben. Diese Projekte gestatteten es der KSU, neue Studiengänge auszuarbeiten und neue akademische Disziplinen einzuführen und wissenschaftliche Konferenzen und Symposien durchzuführen. Diesen Projekten ist zu verdanken, dass die KSU ein Zentrum neuester Regionalforschungen und internationaler Bildungsnetze geworden ist. Als eine der russischen Spitzenuniversitäten führt die Kasaner Universität intensive Arbeit zur Entwicklung der internationalen Zusammenarbeit auf solchen Gebieten wie Sozialtheorie und Kultursoziologie, Völkerrecht, Erforschung des Nationalismus, Entwicklung von Massenmedien und der gesellschaftlichen Entwicklung durch. In diesem Zusammenhang kann die Universität mit Recht als eine Wiege neuester Forschungen auf dem Gebiet des Bilinguismus und des Bikulturalismus, der Politologie, Jurisprudenz, Religionenkunde und der Geschichte betrachtet werden. Die Kasaner Universität ist eine von den besten Hochschulen in Russland für das Studium der russischen Sprache und das Zentrum für das Studium der tatarischen Sprache als einer Fremdsprache. Im Zentrum Eurasiens gelegen, entwickelt die KSU mitten im bikulturellen Milieu unikale Spezialprogramme eurasischer Forschungen auf Englisch für ausländische Studierende.

Heute bereitet die Universität den Übergang zum europäischen Bildungssystem im Geiste des Bologna-Prozesses, zur Einführung der gegenseitigen Anerkennung des Credit-Points-Systems vor, was zur Entwicklung des Studentenaustauschs und der gegenseitigen Anerkennung von akademischen Graden führen soll. An der Universität werden neue Module entwickelt und Mechanismen ausgearbeitet, die die Übereinstimmung mit internationalen Normen gewährleisten sollen. Jedes Jahr nimmt die KSU über 200 ausländische Studierende aus allen Kontinenten auf, die zum Schaltstudium oder zu Forschungspraktika kommen oder ein Vollstudium absolvieren. Die KSU ist Mitglied internationaler Assoziationen und hat Partnerschaftsverträge mit 50 Bildungseinrichtungen in 20 Ländern, darunter mit der Freien Universität Berlin, Sorbonne (Frankreich), Hunan (China), Granada (Spanien), Kanazawa (Japan). Besonders eng und intensiv sind die Beziehungen mit der Giessener Universität (Deutschland) und der Katholischen Universität Leuwen in Belgien.

Die Universität entwickelt ihre Infrastruktur und akademische Kultur weiter, sie realisiert einen ganzen Komplex von Maßnahmen zur Ausweitung der internationalen Zusammenarbeit und der akademischen Mobilität. Die internationale Zusammenarbeit wird von der Verwaltung der internationalen Beziehungen der KSU koordiniert, die nicht nur Studierende und Lehrkräfte der Universität selbst administrativ betreut, sondern auch diejenigen anderer Hochschulen der Stadt Kasan und der Republik Tatarstan. Zur Struktur der Verwaltung gehören die Abteilung für Information und Organisation, die Abteilung für die Aufnahme und das Studium ausländischer Bürger, eine Abteilung für Regionalprogramme, das Regionalzentrum der Hochschulzusammenarbeit, das Zentrum der europäischen Dokumentation, ein Computer-Raum für ausländische Studierende und Professoren und das Zentrum der spanischen Bildung und Kultur.

 
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